Wie schaut die Zukunft nach dem Arbeitsleben aus? Diese Frage mag für die allermeisten eine abstrakte sein, eine, über die man sich noch sehr lang Gedanken machen kann. Dabei gibt es etwas, was man bereits heute bedenken sollte und das nichts mit Gehalt, Urlaub oder Beförderungen zu tun hat: die Abfertigung.

Sie ist ein Betrag, der leise wächst, Jahr für Jahr zurückgelegt wird und genau deshalb oft übersehen wird, und zwar bis zu dem Moment, in dem eine wichtige Entscheidung ansteht: Soll die Abfertigung im Unternehmen bleiben oder in einen Pensionsfonds eingezahlt werden?

Das ist keine rein technische, sondern eine Lebensentscheidung, die davon abhängt, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen.

TFR: Meglio in azienda o fondo pensione

Die Abfertigung: Ein Versprechen für später

Die Abfertigung (italienisch: Trattamento di Fine Rapporto, kurz: TFR) ist im Grunde ein aufgeschobener Lohn. So wird ein Teil des Gehalts vom Arbeitgeber zurückgelegt und am Ende des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Jedes Jahr wächst die Abfertigung nach einem festen System: mit einem fixen Anteil von 1,5 Prozent sowie einem variablen Teil, der an die Inflation gekoppelt ist.

Dieses Modell sorgt für Stabilität und Sicherheit, gerade in den letzten Jahren gerät es aber auch an seine Grenzen – in einer Welt mit dynamischeren Finanzmärkten und einem staatlichen Rentensystem, das zunehmend unter Druck steht.

Die Abfertigung im Unternehmen

Die Abfertigung im Unternehmen zu belassen, war lange die Standardlösung, eine, die keine Entscheidung verlangte, sicher wirkte und eine garantierte – wenn auch überschaubare – Verzinsung bot. Nach wie vor gibt diese Lösung vielen ein gutes Gefühl, weil sie auf einem bekannten und gesetzlich geregelten Mechanismus fußt.

Dieser hat allerdings auch einen Nachteil: die Rendite. Fasst man lange Zeiträume ins Auge, kann das Anwachsen der Abfertigung im Unternehmen oft nur schwer mit moderneren Anlageformen mithalten, vor allem, wenn man Inflation, Steuern und Kaufkraftverlust berücksichtigt.

Abfertigung und Pensionsfonds

Genau hier kommt der Pensionsfonds ins Spiel. Er ist weniger eine technische Alternative zur Abfertigung im Unternehmen als vielmehr ein Paradigmenwechsel. Der Grund ist einfach: Zahlt man die Abfertigung in einen Zusatzrentenfonds ein, wird aus einem passiven Sparbetrag ein aktives Instrument zum Aufbau der eigenen Zukunft. Das Geld bleibt also nicht liegen, sondern wird breit gestreut investiert, wobei die Investitionsstrategien auf Alter, Zeitrahmen und selbst gewähltes Risikoprofil abgestimmt werden.

Gut strukturierte Modelle wie individuelle Pensionspläne ermöglichen also eine auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte und flexible Gestaltung, indem zum einen vorsichtigere Komponenten mit dynamischeren kombiniert werden und zum anderen die Strategien über die Zeit angepasst werden. Heißt im Klartext: Je näher man der Rente kommt, desto mehr wird das Risiko reduziert.

Direkter Vergleich zwischen Abfertigung im Unternehmen und Pensionsfonds
Abfertigung UNTERNEHMEN PENSIONSFONDS
Steuersatz 23–43 % 9–15 %
Rendite 1,5% + Inflation Previglobale: 7,9 %
Previattiva: 3,08 %
Beiträge Nicht vorgesehen Steuerlich absetzbar
Vorschuss für Erstwohnung 70 % nach 8 Jahren 75 % nach 8 Jahren
Gesundheitsausgaben 70 % nach 8 Jahren 75 %
Renovierungen 70 % nach 8 Jahren 75 % nach 8 Jahren
Freier Vorschuss Nicht vorgesehen 30 % nach 8 Jahren

Steuerliche Vorteile

Die Rendite ist also einer der großen Unterschiede zwischen den beiden Möglichkeiten: Im Unternehmen wächst die Abfertigung moderat, aber konstant, im Pensionsfonds orientiert sich das Wachstum stärker an den Märkten, schwankt mit diesen, zeitigt erfahrungsgemäß langfristig aber interessantere Ergebnisse.

Neben der Rendite gibt es einen zweiten, signifikanteren Unterschied: die Besteuerung. Einzahlungen in Pensionsfonds können vom zu versteuernden Einkommen abgesetzt werden, außerdem ist die Besteuerung am Ende geringer als bei der Auszahlung der im Unternehmen belassenen Abfertigung. Selbst bei gleich hohen angesparten Beträgen kann bei der Pensionsfonds-Lösung also netto spürbar mehr übrigbleiben.

Ein oft unterschätzter Faktor ist zudem die Zeit. Zusatzrenten wirken nicht sofort, ihre Effizienz liegt gerade in ihrer auf die lange Frist ausgerichteten Natur. Selbst mit kleinen regelmäßigen Beiträgen kann man über die Jahre ein beachtliches Kapital aufbauen, weil der Zinseszinseffekt wirkt: Erträge erwirtschaften also wiederum neue Erträge. Dieser Mechanismus wirkt langsam und deshalb umso besser, je früher man beginnt. Gerade deshalb sehen einige Lösungen Vorteile für junge Einzahler vor, um einen frühzeitigen Beitritt zu den Zusatzrentenfonds zu fördern und den Faktor Zeit bestmöglich zu nutzen.

Das heißt allerdings nicht, dass der Pensionsfonds immer die beste Wahl ist. Vielmehr gibt es durchaus Situationen, in denen es sinnvoller ist, die Abfertigung im Unternehmen zu belassen, etwa dann, wenn nur ein kurzer Zeithorizont zur Verfügung steht oder man das Geld bald braucht. Dagegen passt die Einzahlung in die Zusatzrente für Menschen mit noch vielen Arbeitsjahren vor sich meist besser zu den wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen. Schließlich werden staatliche Renten tendenziell immer niedriger ausfallen, das Risiko eines deutlichen Einkommensverlusts im Alter ist deshalb real.

Vor diesem Hintergrund ist die Wahl, was mit der Abfertigung geschieht, eine strategische. Es geht nicht nur darum, wo Geld geparkt wird, sondern darum, einen Weg zu definieren, auf dem sich ein Arbeitnehmer mitunter jahrzehntelang bewegen wird. Die Entscheidung muss demnach eine bewusste sein – und eine, bei der man fachkundig beraten wird. Denn auch wenn Informationen mittlerweile leicht zugänglich sind, wird die Realität doch immer komplexer und es ist deshalb schwierig, sich bei der Vielzahl an Möglichkeiten ohne fachliche Unterstützung zu orientieren.

Die so dringend benötigte Orientierungshilfe kann Potenza Versicherungen bieten, wo man sich nicht darauf beschränkt, Standardlösungen anzubieten. Vielmehr werden Kunden in einem strukturierten Analyse- und Planungsprozess begleitet, wobei selbstverständlich die persönliche Situation, die zukünftigen Ziele und die individuelle Risikobereitschaft berücksichtigt werden. Mit Instrumenten wie individuellen Pensionsplänen lässt sich eine maßgeschneiderte Strategie entwickeln: Die Beiträge können flexibel gestaltet, passende Veranlagungslinien gewählt und der Plan im Laufe der Zeit an veränderte Bedürfnisse angepasst werden.

Schon die Informationsunterlagen zeigen ja, wie individuell die Höhe der Beiträge und das Verhältnis zwischen verschiedenen Anlagestrategien – mit Sicherheit und Rendite gleichermaßen vor Augen – gestaltet werden können und gleichzeitig eine höhere Flexibilität im Vergleich zu klassischen Lösungen geboten wird.

In den letzten Jahren hat zudem der Gesetzgeber die Zusatzvorsorge verstärkt gefördert und Anreize geschaffen, die Abfertigung in Pensionsfonds zu überführen – vor allem für neue Arbeitnehmer. Das ist ein klares Signal: Gerade weil sich das System verändert, sollten sich auch die individuellen Entscheidungen weiterentwickeln. Oder anders: Wer die Abfertigung nur als einfache Abschlusszahlung am Ende eines Arbeitsverhältnisses betrachtet, verzichtet oft auf Chancen bei Rendite, Steuern und Kaufkrafterhalt.

Was ist also besser: Sollte die Abfertigung im Unternehmen belassen oder in einen Pensionsfonds überführt werden? Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, weil es ja nicht nur im zwei technische Alternativen geht, sondern darum, sich zwischen einem statischen Modell zu entscheiden, das auf den Erhalt setzt, oder für einen dynamischeren Ansatz, der das Wachstum für die Zukunft im Auge hat. Gerade in einer Zeit, in der wirtschaftliche Sicherheit langfristig alles andere als gegeben ist, wird der Unterschied zwischen diesen beiden Ansätzen immer größer.

Vor diesem Hintergrund wird klar: Bevor Sie eine Entscheidung treffen, sollten Sie kurz innehalten, Ihre Situation analysieren, alle Variablen bewerten und – auch und vor allem – sich mit jemandem unterhalten, der das Know-how hat, Ihnen in einer komplexen Fragestellung klare, nachvollziehbare und nachhaltige Antwortmöglichkeiten vorzulegen. Schließlich ist die Zukunft, so weit auch immer sie entfernt zu sein scheint, stets ein Ergebnis der Entscheidungen, die wir heute treffen.


Was lohnt sich mehr: die Abfertigung im Unternehmen oder im Pensionsfonds?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Es hängt davon ab… Allerdings erscheint die Überführung in einen Pensionsfonds langfristig meist vorteilhafter, weil sie von Steuervorteilen und potentiell höheren Renditen profitiert. Die Abfertigung im Unternehmen zu belassen, bedeutet höhere Stabilität, aber auch ein begrenzteres Wachstum.

Welche Steuervorteile gibt es bei der Einzahlung in den Pensionsfonds?

Beiträge in Zusatzrentenfonds können vom zu versteuernden Einkommen abgesetzt werden, was dazu führt, dass die Steuerzahlungen bereits im Laufe des Arbeitslebens herabgesetzt werden können. Dazu kommt, dass im Moment der Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Steuer auf die Abfertigung im Normalfall geringer ausfällt als in einer Situation, in der die Abfertigung im Unternehmen belassen worden ist.

Ist das Risiko im Pensionsfonds höher als im Unternehmen?

Pensionsfonds operieren auf den Finanzmärkten, die Renditen fluktuieren also mehr. Über längere Zeiträume tendieren sie allerdings dazu, höher zu sein als bei der klassischen Unternehmens-Lösung. Zudem sehen die meisten Pensionsfonds konservative Anlagelinien vor, die das Risiko senken, je näher die Rente rückt.

Kann man seine Entscheidung über die Abfertigung revidieren?

Ja, in vielen Fällen ist es möglich, die Abfertigung von einem auf einen anderen Pensionsfonds zu übertragen oder die Beitragszahlungen zu verändern. Allerdings bleibt die Anfangsentscheidung, ob man die Abfertigung nun im Unternehmen belässt oder einem Zusatzrentenfonds überträgt, eine grundlegende, die am besten mit der Unterstützung von Fachleuten getroffen wird, also etwa mit jenen von Potenza Versicherungen in Bozen. Nur so kann man ineffiziente Entscheidungen vermeiden.

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